| Am
dritten Wochenende im Juli 2004 war es wieder einmal soweit: Der Edersee-Michel - das bin ich - hatte zur 5. Auflage seiner Tour eingeladen und zahlreiche StauNet-er waren dieser Einladung ins Terrassenhotel am Edersee gefolgt. Nachdem schon einige Teilnehmer am Freitag-Nachmittag eingetroffen waren, stachen wir bei strahlemdem Sonnenschein mit dem "Sternchen vom Edersee", einem Segelboot für ca. 15 Personen, zu einer 2-stündigen Bootsfahrt in See. Hierbei schipperte uns der "alte Seebär" Kapitän Eby mit Scharfem Bilck und sicherer Hand über den Edersee und anschließend wieder zurück in den Heimathafen. |
| Zurück am Hotel
angekommen, wurden weitere inzwischen eingetroffene Teilnehmer herzlich
begrüßt und nach einer geselligen "Zwischenmahlzeit" im Biergarten
zogen wir uns dann ins Innere des Hotels zurück, wo eine festlich dekorierte
Tafel mit einem 4-Gang Candle-Light-Dinner auf uns wartete. Alle feierten ausgelassen in in geselliger Runde, bis es schließlich an der Zeit war sich zurückzuziehen und mit etwas Schlaf genügend Kraft für die bevorstehende Ausfahrt am Samstag zu tanken. |
| Pünktlich um
10.00 Uhr versammelte sich die, wie immer gut aufgelegte Truppe, verstärkt
durch einige nachgereiste StauNet-er und einige Fahrzeuge vom Autohaus Kruse,
am Samstagvormittag auf dem Hotelparkplatz um sich, bei wiederum strahlendem
Sonnenschein, auf die Ausfahrt vorzubereiten. Die Reise führte zunächst durch ein kleines idyllisches Tal mitten durch den neu gegründeten Nationalpark Kellerwald - Edersee hinauf auf ein kleines Hochplateau, von dem man eine herrliche Sicht bis ins nahe gelegene Hochsauerland genießen konnte. Nach einem Abstecher durch die „Waldeckische Schweiz“ mit ihren verwundenen Straßen, traf der Tross gegen Mittag in Frankenberg/Eder ein, wo im Hotel Restaurant „Sonne“ das Mittagessen eingenommen wurde |
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Leider traf, trotz des Namens des Restaurants,
der Spruch „Nomen est Omen“ hier nicht ganz zu und so zog während der
Mittagspause ein Gewitter über die Stadt hinweg.
Auch als der Konvoi sich nach dem Mittagessen wieder in Bewegung setzte, mussten die Verdecke der Roadster geschlossen bleiben. Nach einer Fahrt über die kurvenreichen Straßen des Kellerwaldes, trafen wir dann gegen 16.00 Uhr wieder am Edersee ein, wo das unterirdische Kavernenkraftwerk von E.ON Wasserkraft unser Ziel war. Nach dem Besuch des neu gestalteten Informationszentrums, in dem sich die interessierten Teilnehmer bei einer Tonbildschau und an zahlreichen Modellen einen ersten Überblick über die Stromerzeugung durch Wasserkraft verschaffen konnten, ging es dann „per pedes“ durch einen 800 Meter langen Stollen in die so genannte Kaverne. Dort angekommen, staunten einige Teilnehmer über die Dimensionen der dort installierten Maschinensätze. Fragen zur Funktionsweise und den technischen Daten wurden in gewohnter Weise vom Edersee-Michel – das bin wieder ich - fachkundig beantwortet |
| Als wir unser „unterirdisches
Domizil“ wieder verlassen hatten und an´s Tageslicht zurückkehrten,
schien wieder die Sonne, so dass der Rest der Ausfahrt mit geöffnetem
Verdeck zurückgelegt werden konnte. |
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Nachdem sich alle im Hotel etwas frisch gemacht
hatten, trafen wir uns im Restaurant zum Grillbuffet. Hier gab es zahlreiche
Grillspezialitäten, Salate, Gratin´s und vieles mehr.
Bei „Wein, Weib und Gesang“ wurde ausgelassen bis in die Nacht gefeiert und reichlich „Benzin“ gesprochen. |
| Der Sonntag am
Edersee zeigte sich von seiner besten Seite… Nachdem alle Teilnehmer gefrühstückt und im Hotel ausgecheckt hatten, setzte sich der Konvoi, bei wiederum schönstem Wetter, zum nahe gelegenen Schloss Waldeck in Bewegung. Dort angekommen, nahmen wir zunächst an einer Burgführung teil, bei der wir zahlreiche Informationen über die damaligen Foltermethoden und Dank des freiwilligen Einsatzes von Eby und Jürgen sogar praktischen Anschauungsunterricht bekamen. |
| Die Besichtigung eines
sehr tiefen, durch zwei Gefangene des Schlosses in 5-jähriger Arbeit
durch den Fels gegrabenen Brunnens, rundete die Führung durch die
alten Gemäuer ab. |
| Gegen Mittag verließen
wir Schloss Waldeck und erreichten nach etwa 45-minütiger Fahrt unseren
letzten gemeinsamen Treffpunkt. Im Landhotel und Restaurant „Der Grischäfer“ wollten wir speisen wie die alten Chatten und hatten deswegen einen Chattenschmaus bestellt. Nachdem alle durch den Hausherrn mit einem speziellen Chatten-Trunk begrüßt wurden, führte man uns an eine urige Tafel und alle Teilnehmer konnten, mit großer weißer Serviette und einer passenden Kopfbedeckung versehen, nach Herzenslust mit den Fingern Salate und Grillschinken essen und aus kleinen Schälchen Kartoffelsuppe oder rote Grütze schlürfen |
| Wir alle hatten sehr viel
Spaß bei diesem ungewöhnlichen Gelage, doch leider verging die
Zeit wieder einmal viel zu schnell, so dass recht bald der Zeitpunkt gekommen
war um sich zu verabschieden. |
| Ich
möchte mich hier wieder bei allen Teilnehmern der Tour bedanken, die
durch ihr Kommen zum Erfolg der Edersee-Tour 2004 beigetragen haben. Ebenfalls einen besonderen Dank an die Segelschule Rudolph, an das Terrassenhotel-Team, an das Hotel-Resaurant "Sonne" in Frankenberg, das Team vom E.ON-Infozentrum, die Burgführung vom Schloß Waldeck, das Landhotel und Restaurant "Der Grischäfer" und natürlich das Autohaus Kruse. Besonderen Dank und herzliche Grüße an Jens & Ute für das zur Verfügung stellen Eurer Bilder! |
| Es hat mir riesigen Spaß
gemacht 5 Jahre lang Euer Gastgeber gewesen sein zu dürfen. Ich hoffe,
ich konnte Euch den Edersee, mitten im Nationalpark Kellerwald-Edersee,
im grünen Herzen Deutschlands gelegen, so präsentieren, daß
er Euch in guter Erinnerung bleibt. Ich denke, dieses Naturparadies - eines
der letzten großen, unzerschnittenen Laubwaldgebiete Mitteleuropas,
mit seinen Bergen, Seen, kristallklaren Bächen, Stein- und Felsenmeeren
als Zeugen der letzten Eiszeit, umrahmt von Eichen, von denen einige an
die tausend Jahre alt sind - war es Wert, von uns auch mehrfach bereist
zu werden. Mir bereitete auch diese endgültig letzte Tour wieder ein unvergessliches Weekend und ich freue mich schon jetzt auf ein baldiges Wiedersehen bei einer der anderen zahlreichen StauNet-Touren! Euer Michel |