Imola 1998

Eigentlich muß ich zugeben, daß ich zunächst skeptisch war, ob diese Fahrt, sozusagen "auf eigene Faust"  nach Imola zu reisen, ein Erfolg würde.
Im Nachhinein kann ich sie jedem Formel1-Fan nur wärmstens empfehlen!

Alle Bilder lassen sich übrigens durch Anklicken vergrößern!


DIENSTAG (NACHMITTAG)
Zunächst mieteten wir uns ein Wohnmobil und fuhren damit nach München.
Nach einem Abend in Schwabing übernachteten wir auf dem Parkplatz vor dem Hauptbahnhof.

MITTWOCH
Am nächsten Tag ging's ab zum Tegernsee. Nachdem wir dort gut gefrühstückt hatten, fuhren wir auf Nebenstrecken nach Innsbruck und dann weiter nach Süd-Tirol.

Sella Pass   Sella Pass 2   CANAZEI
Bei einem ausgedehnten Abstecher durch die Dolomiten überquerten wir den Sella-Pass
(2240 müNN) und erreichten im nächsten Tal den Skiort CANAZEI.
Über PREDAZZO und CAVALESE kehrten wir bei TRENTO auf die Brennerautobahn zurück, um dann ab ROVERETO Kurs auf den Gardasee zu nehmen.

Gardasee   Malcesine   Hafen von Malcesine   Campingplatz für Wohnmobile / Malcesine

Entlang des Ostufers fuhren wir bis nach MALCESINE, wo wir unser Wohnmobil auf einem Campingplatz parkten und den Rest des Tages in der Altstadt und den Restaurants am Hafen verbrachten.

DONNERSTAG
Am nächsten Tag führen wir weiter am Ostufer des Gardasees entlang bis nach LAZISE und nahmen dann Kurs auf VERONA.
Nach einer kleinen Stadtrundfahrt  überquerten wir bei FERRARA den PO und erreichten am späten Nachmittag IMOLA.

Campingplatz in Imola
Nachdem wir unseren Campingplatz direkt an der Rennstrecke gefunden hatten, wurde erstmal ausgepackt und gegrillt. Auch ein paar Fläschchen Bier zur Stärkung nach einem anstrengenden Tag durften nicht fehlen!

FREITAG
Nachdem wir am nächsten Morgen die Umgebung inspiziert hatten, ging es zum ersten mal zur in unmittelbarer Nähe gelegenen Rennstrecke.
Autodromo Enzo e Dino Ferrari in Imola

Wir ergatterten Sitzplätze direkt gegenüber der Ferrari Box.
Der Mann im blauen Oberhemd auf dem ersten Bild ist übrigens
der RTL-Moderator KAI EBEL !

Ferrari Box mit Kai Ebel   Eddie Irvine´s Ferrari am Haken   Die Boxengasse von Imola
Hubschrauber mit Strecken-Kamera   H.-H. Frentzen im Williams-Mecachrome   Ralf Schumacher im Jordan Mugen Honda
Michael Schumacher kommt zur Box   das freie Training ist beendet

Den Rest des Tages verbrachten wir auf dem Campingplatz, wo wir viele "interessante" Leute kennenlernten!
Hier einen herzlichen Gruß an Wolfgang "Wir ha´m das Recht und die Pflicht zur Party" aus FFB (Danke für den Trick mit dem Grillanzünder!) und die vier "Mädels" aus Hannover!

Bild mit Wolfgang´s Rennbulli

SAMSTAG
Am Samstag war nun das Qualifying angesagt! Wir hatten extra teure Karten für die Haupttribüne besorgt!
Ein Ferrari donnert vorbei   McLaren-Mercedes ist stark   Schumi kämpft um einen guten Startplatz
Wir saßen zwar dicht am Geschehen, aber zu unserer Enttäuschung waren die Autos immer schnell vorbeigedonnert. Da die Tribüne überdacht war und die Kabinen der Kommentatoren direkt hinter uns lagen, gab es bei jedem vorbeifahrenden Auto einen Geräuschpegel bei dem wir dachten, daß unsere Trommelfelle platzen würden!
Gut das wir unseren Gehörschutz mitgenommen hatten, sonst wäre es nicht zum Aushalten gewesen!
Aber wir freuten uns bereits auf ein spannendes Rennen am Sonntag!

SONNTAG
Für Sonntag hatten wir Karten für die KURVA TOSA, eine scharfe Linkskurve.
Von unseren Plätzen auf der Tribüne, die zwar etwas höhergelegen aber immer noch nahe genug an der Rennstrecke war, hatten wir Sicht auf einen guten Teil der Rennstrecke und außerdem, was noch viel wichtiger ist, auf eine Großbildleinwand!

Fahrerparade   Fahrerparade
Zunächst gab es die Fahrerparade. Hierbei wurden alle F1 Rennfahrer auf die Ladefläche eines Trucks gepackt und um die Rennstrecke gefahren.

Schumi düst vorbei   ein McLaren führt das Rennen an   H.H. Frentzen
Großbildleinwand   auf den Tribünen dominiert die Farbe rot   Michael Schumacher ist Zweiter

Zunächst bricht großer Jubel bei den Ferraristi aus, als Hakkinen seinen McLaren-Mercedes mit einem Defekt in die Boxengarage fährt. Doch schon bald ist klar, daß David Coulthard im zweiten Wagen zu stark für Schumi im Ferrari ist.
Der Abstand zwischen beiden wird zum Rennende zwar kleiner, doch der Schotte ist nicht mehr einzuholen und gewinnt das Rennen!

1. David Coulthard
   McLaren Mercedes
2. Michael Schumacher
Ferrari
3. Eddie Irvine
Ferrari
 

Zuschauer verlassen die Strecke   auf der Rennstrecke   Gedenkplatz an A. Senna in der Tamburello Kurve
Rennstrecke kurz vor Start und Ziel   Boxengasse mit Starterturm

Da nach dem Rennen die Zäune vor unserer Tribüne geöffnet wurden, nutzten wir die Gelegenheit um einen kleinen "Spaziergang" auf der Rennstrecke zu unternehmen.
Dabei kamen wir durch die, vor ihrer Entschärfung berüchtigte Tamburello Kurve.
In Gedenken an Airton Senna, den brasilianischen Topfahrer und 3-fachen Weltmeister, der in dieser Kurve beim Großen Preis von San Marino 1994 tödlich verunglückte, werden auch heute noch Bilder des Rennfahrers und Blumen an diese Stelle gebracht.
Nachdem wir auch einen Teil der Boxengasse inspiziert hatten gingen wir zurück auf unseren Campingplatz.
 

Eine ungewöhnliche Begebenheit sollte hier noch erwähnt werden:
Der Vater von Eddie Irvine, der übrigens ebenfalls Eddie heisst, war mit seinem Wohnmobil auf dem gleichen Campingplatz wie wir. Er wohnte quasi einen Steinwurf von uns entfernt.
Durch Beziehungen unserer Campingnachbarn Wolfgang und Moni aus FFB und die Entschlossenheit meines Kumpels Hainer gingen wir am Sonntag Abend zu Old-Eddie´s Wohnmobil, wo eine kleine Party gefeiert wurde. Zu meinem Erstaunen wurden wir nicht etwa von Eddie´s Bodyguard wieder hinauskomplimentiert, sondern durften sogar aus dem Pokal, den sein Sohn vor ein paar Stunden für seinen 3. Platz bei der Siegerehrung erhalten hatte, einen Schluck Schampus trinken.
Leider haben weder Hainer noch ich ein Foto von dieser Begebenheit, aber sie wird mir doch immer unvergesslich bleiben!
Vielen Dank an Wolfang und Moni für die Zusendung einiger ihrer Bilder!!!

Siegesparty mit Eddie und Moni   Siegesparty mit Wolfgang   Prost Eddie!!

MONTAG
Nachdem wir gefrühstückt und eingepackt hatten, führen wir zur Autobahnauffahrt BOLOGNA um dann über MODENA und MANTOVA den Weg über den Brenner nachhause anzutreten!
Nach einigen Ruhepausen erreichten wir gegen Abend nach ca. 1200 Kilometern Non-Stop-Fahrt wieder unseren "Heimathafen" in Hemfurth-Edersee.
 

Wenn Ihnen der Bericht gefallen hat, dann lesen Sie auch bitte noch die zweite Story über unsere "Expedition" zum GP nach MONZA 1999!
 

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